Es ist schwer, einen Komponisten zu finden, der nicht ein Werk für das Klavier geschrieben hat. Obwohl dieses Instrument erst 300 Jahre alt ist, können wir uns kein Kammerkonzert und Lehren von anderen Instrumenten ohne das Klavier vorstellen.
Ohne große Kenntnisse, aber mit etwas Mut, kann jeder seine Lieblingsmelodie, zwar nur mit einem Finger und sehr langsam, aber irgendwie nachspielen. Welches andere Instrument kann das von sich behaupten?
Das Klavier ist ein Saiten – Tasteninstrument und aus dem Französischen übersetzt bedeutet es „Tastenreihe“. Also die Reihe, die jeder vor sich sieht, sobald er vor dem Klavier steht oder sitzt (die Töne sind sozusagen sicht- und tastbar). Die Vorgänger des Klaviers waren das Klavichord und Cembalo. Die Klänge dieser Instrumente sind weich und sanft, eher für kleine Räume.
Mit den Klangvorstellungen der Komponisten entstand die Idee, ein Instrument zu erfinden, das zaubern kann. Daher suchten Musiker am Anfang des 18. Jahrhundert nach einem Tasteninstrument, welches auch in einem großen Konzerthaus in den letzten Reihen zu hören ist. Es sollte aber auch ein zartes Pianissimo erzeugen, um flüstern zu können. Ein solches Instrument wurde im Jahr 1709 von dem Italiener Bartolomeo Cristofori gebaut, der unser heutiges Klavier auf den Namen PIANOFORTE getauft hat –„ein Tasteninstrument spielt leise und laut“. Das erste Werk, welches speziell für Klavier geschrieben wurde, war eine Sonate von Ludovico Giustina und erschien im Jahr 1732.
Es vergingen nicht einmal fünfzi Jahre, da begann eine Blütezeit der Klaviermusik. Die Zahl der Komponisten, die für das Tasteninstrument geschrieben haben, ist groß. Sie reicht durch alle Epochen nach Barock, von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven über Rachmaninoff, Schubert, Mendelssohn, Grieg, Chopin, Tschaikowsky bis zu der Moderne der Klassik, mit Skrjabin, Prokofjew und Schostakowitsch.
Durch deren Begabung und Fleiß, gibt es für dieses Instrument eine unglaubliche Anzahl von Werken, und zeigt, welche Möglichkeiten ein Klavierspieler zur Verfügung hat. Durch deren Werke verbesserte sich also das Instrument mit jedem Jahrzehnt bis 1867. Mit der Weltausstellung in Paris gilt die Entwicklung vom Klavier bzw. Flügel im Wesentlichen als beendet.
Die Musikerzieher der Musikschule „Musik aus der Schule e.V.“ führen die Kinder und Erwachsenen in diese Klangwelt der unterschiedlichen Komponisten und Genre hinein und regen an, sich mit allen Epochen und ihren Traditionen vertraut zu machen. Gleichzeitig fördern sie auch die Interessen der Schüler, welche lieber die Songs der heutigen Zeit spielen und gründeten mit Ihnen zusammen Bands der modernen Art, wie die „Big-Band“ (die sich immer am Dienstagnachmittag zum Proben zusammen findet).
Dort gibt das digitale Klavier, welches in den 80er Jahren ihre erste Station erfahren hat, die Harmonien vor, unterstützt das Schlagzeug im Rhythmus und kann quasi die Band leiten.
Das Klavier kann also viele Funktionen übernehmen, ein ganzes Orchester imitieren, mit allen Instrumenten zusammen musizieren und es begleiten. Es braucht nur ab und zu einen Pfleger, einen Stimmer, der die Saiten auf 443 Hertz anzieht. Auch eine gelichbleibende Feuchtigkeit im Raum sollte nicht fehlen.
Am Schnellsten ist das Instrument verstimmt, wenn die Temperatur zu schnell wechselt oder es im Raum zieht.
Damit auch ein Bläser-Orchester in unserem Verein zustande kommen kann, muss das Konservatorium Zuwachs bekommen. Das kann nur passieren, wenn man mit der neuen Schulreform berücksichtigt, den Kinder am Nachmittag weiterhin die Möglichkeit zu geben, ihren Musikunterricht wahrnehmen zu können und auch dafür üben zu können.
Hoffentlich gelingt es den Mitarbeitern des Vereins auch in Zukunft mit Schulen zu kooperieren und gemeinsame Projekte und Zeitpläne zu entwickeln, damit Schüler auf eigenem Wunsch hin musizieren können. Da ist auch starke Mithilfe von Eltern nötig.
Zuletzt ist noch zu erwähnen, dass das Klavier das bequemste Instrument von allen ist, wo die Töne von Anfang an stimmen. Der Lernende muss nur wissen, wie er die Tasten mit bestimmten Fingern nutzen kann und diese in einer sinnvollen Reihenfolge bedienen. Mit der richtiger Gewichtsverlagerung des ganzen Armes und einem wachen Ohr sollte er alles gut überwachen.
Diese Kleinigkeiten brauchen Zeit und Geduld, wie jedes andere Handwerk, was man neu erlernt. Sie stehen im Hintergrund, sollen das Spiel am Klavier nur unterstützen. Im Vordergrund stehen in jeder Stunde die Musik und der Klang. Auch wenn viele Faktoren eine Rolle spielen, wie gut jemand auf diesem Instrument musizieren kann, bequem ist das Klavier trotzdem!!! Der Spieler sitzt aufrecht, die Beine haben Boden- oder Untergestell-Kontakt und die Arme sollten die Freiheit haben, die ganze Tastatur zu bedienen.
Die Zwillinge (zwei schwarze Tasten nebeneinander) und die Drillinge (die andere Gruppe der schwarzen Tasten) ermöglicht es, sich schnell auf den 88 Tasten zu orientieren. Für alle, die es noch nicht wissen, das C befindet sich links von den Zwillingen. Jetzt fehlen nur der Mut und eine große Portion Neugierde für die Musik!
Seit Juni 2010 hat das Fach Klavier im unserem Verein eine neue Lehrkraft, Frau Tatjana Neufeld, bekommen. Sie hat an der Universität der Künste in Berlin Diplom-Musikerziehung studiert und konzertiert als Kammermusikpartnerin mit verschiedenen Künstlern in Europa und Asien. Da sie in Russland geboren ist, kann sie den Klavierunterricht und die Korrepetitionsstunden auch in russischer Sprache erteilen.
Vor den Sommerferien kann man die „fleißigen“ Klavierschüler, in mehreren Konzerten begegnen und vielleicht selber Lust bekommen, Klavier zu spielen und zu lernen.
|
 |
|